Kurz-Info
Arbeitslos gewordenes Segeltuch sucht gebrauchte Schweizer Armeedecke, um gemeinsam ein neues Leben als Designer-Tasche anzufangen und damit einen Menschen mit einzigartigem Charme unsagbar glücklich zu machen.
Was soll man machen mit Bergen von ausgemustertem Segeltuch, mit vielen Quadratmetern von einem strapazierfähigen und wasserabweisenden Stoff, der seinen maritimen Dienst längst abgeleistet hat? Taschen anfertigen, die aus den speziellen Materialeigenschaften ihre Vorteile zieht! Diese Idee kam vor einigen Jahren dem Bremer Hobbysegler Jan-Marc Stührmann und führte dazu, dass aus anfänglich 50 Segeltuchtaschen für Freunde eine große Produktion gewachsen ist.
Der Name Canvasco setzt sich zusammen aus „Canvas“ (englisch: Segel) und „Vasco da Gama“, dem portugiesischen Seefahrer, der den Seeweg nach Indien entdeckte. So originell wie der Name Canvasco sind auch die handgefertigten Taschen. Jede Canvasco Tasche ist ein Unikat, da die Stoffbahnen aus zerschnittenem Segel so zusammengefügt und vernäht werden, wie es sich ergibt. Durch die Kombination mit Schweizer Armeedecken und echtem Kuhfell entsteht so eine einzigartige, individuelle Canvasco Segeltuchtasche.
I
n der Justizvollzugsanstalt für Frauen in Vechta werden die Taschen produziert. Zwölf Frauen nähen jeden Tag bis zu 40 dieser innovativen täglichen Begleiter. Die Idee, die Taschen in einer Justizvollzugsanstalt anfertigen zu lassen, kam Stührmann schnell. „Ich wollte, dass auch sozial Benachteiligte etwas davon haben“, sagt er. Für Behindertenwerkstätten war die Arbeit zu kompliziert, die Alternative in Vechta schnell gefunden.
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