2010-08-18 08:00 von Sabine Tomson
Zur INNATEX 27 präsentierten sich 215 Aussteller vom 7. bis 9. August 2010 in Hofheim-Wallau bei Frankfurt am Main. An drei Tagen besuchten insgesamt 1.485 Gäste die Internationale Fachmesse
für nachhaltige Textilien, wobei
der Großteil der Händler bereits am Samstag undSonntag orderte. Mit 618 Besuchern
war der Sonntag stärkster Messetag.
Die Messeleitung informierte zu Beginn der INNATEX 27 alle Aussteller über die geänderten Zulassungskriterien. Ab der Wintermesse 2011 sind für alle Aussteller
im Textil-Bereich 10%
Bio-Materialien vorgeschrieben. Das bedeutet, dass mindestens 10% der Fasern der
angebotenen Kollektionen aus kontrolliert biologischem Anbau (kbA) oder
kontrolliert biologischer Tierhaltung (kbT) stammen sollen.
„Wir passen unsere
Zulassungskriterien innerhalb eines mehrstufigen Plans in den nächsten Jahren weiterhin an,
so dass wir immer mehr zertifizierte und nachhaltige Textilien im
Aussteller-Portfolio haben werden.“, so Alexander Hitzel von der MUVEO GmbH. „Der Markt
fordert diese Entwicklung ganz klar. Die Green-Fashion Firmen begrüßen
unsere Haltung. Die bisher konventionell arbeitenden Labels stehen nun vor
einer richtungsweisenden Entscheidung. Wir sind uns sicher, dass nachhaltige
Textilien die Zukunft sind und wir damit ein wichtiges Signal aussenden.“
Der Vortrag zum Thema Pflanzenfärbung im Fachforum lockte viele Besucher an,die im Anschluss noch angeregt diskutierten. Insgesamt ist das Interesse annatürlichen Farben steigend, so Dorothea Hess, Initiatorin des Projekts „earthCOLORS“. Zu diesem Thema unterrichtet sie an der ecosign – Akademie für
Gestaltung deren Studenten die Sonderfläche im Eingangsbereich mit ihren Arbeiten bereicherten.
Besonders begeistert von der Stimmung auf der INNATEX zeigten sich die acht internationalen Erstaussteller der DesignDiscoveries. Sie waren angenehm überrascht über die familiäre Atmosphäre in der eine große Offenheit für neues Design vorhanden ist. Die Newcomer-Labels freuten sich nach der Messe über neue wertvolle Kontakte. Interessierte Händler orderten oftmals spontan vor Ort
oder kündigten ihre zeitnahe Erstbestellung an.